Aktuelles

———————————————————————————————————————————————–

 

 

Veröffentlichung mit Genehmigung der Geretsrieder Merkur Redaktion (Lokalteil Geretsried)  vom 22.08.2021

 
Gemeinsame Sache
Kolping und KAB arbeiten bei der Altkleider- und Altpapierverwertung zusammen

Geretsried — Gemeinsame Wege bei der Annahme von Altkleidern und Altpapier gehen ab sofort die Kolpingfamilie und die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) in Geretsried. Die jeweils im März stattfindenden Straßensammlungen sind bereits seit Jahresanfang Geschichte. „Zum einen aus personellen Gründen, zum anderen auf Grund des massiven Mengenrückgangs“, sag Siegfried Lorz, ehemaliger Vorsitzender der Kolpingfamilie Geretsried. Die Preise für Altkleider seien eingebrochen.
Mitverantwortlich dafür ist die sinkende Qualität. So könne sogar Neuware von Billiganbietern nur noch schwer weitergegeben und somit entsorgt werden.
Doch wohin mit den Altkleidern? ,.Das läuft nun über die Einwurf-Container beider Vereine“, erklärt Lorz. Sowohl die KAB als auch die Kolpingfamilie haben je einen Behälter hinter dem Eisstadion an der ]ahnstraße stehen. „Sollten die nicht ausreichen, können wir die Zahl aufstocken.“ lnsgesamt acht weitere Container der Ko1pingfainilie findet man an den Pfarrkirchen Maria Hilf und Hei1ige Familie sowie in Stein.
Beide Vereine arbeiten mit dem Recyclingsunternehmen Wittmann zusammen.
Die Annahme von A1tpapier erfolgt zweimal im Monat am Eisstadion — und zwar am zweiten Samstag durch die KAB und am vierten Samstag durch die Kolpingfamilie. „Wir nehmen die Spenden zwischen 10 Uhr und 11 Uhr entgegen“, so Lorz. ,,Wer sehr große Mengen hat, kann auch einen Abholtermin mit den beiden Institutionen vereinbaren.“ Reine Kartonagen werden nicht angenommen. Das gebündelte oder in Kartons gesammelte Zeitungspapier wird zwischengelagert und dann von einem Aufkäufer abgeholt.
„Die Papiere werden von den Vereinen getrennt an die Papierwerke verkauft.“ Die Einnahmen sind für einen guten Zweck.
Lorz: “Die Kolpingfamilie Geretsried und die KAB Geretsried werden weiterhin die erzielten Erlöse an Menschen, die in Geretsried — gegebenenfalls auch weltweit — in Not geraten sind, weitergehen.“

Kontakt
Kolping: Telefon 0 81 71/3 22 46 (Familie Lorz);
KAB: Telefon 0 81 71/5 11 23 (Familie Rottmeier) oder Telefon 0 8171/3 60 98 74 (Familie Holm).

Text: Geretsrieder Merkur vom 19.08.2021, Sabine Hermsdorf-Hiss

 
————————————————————————————————————————————————
Pressemitteilung
des KAB Diözesanverbands München und Freising e.V.

Missbrauchsgutachten: Stellungnahme des KAB Diözesanvorstands

München, 25.01.2022. Zur Veröffentlichung des Gutachtens zu sexuellem Missbrauch im Erzbistum München und Freising erklären die Diözesanvorsitzende Hanne Möller und der Diözesanvorsitzender Hannes Kreller für den Diözesanvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB):

„Das Gutachten der Anwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl hat schlimmste Befürchtungen bestätigt. Besonders erschüttert uns der Unwille und die Unfähigkeit von aktuellen und früheren Verantwortungsträgern, persönliche Schuld einzugestehen und Verantwortung zu übernehmen. Den Bedürfnissen der Opfer und den lebenslangen Folgen sexuellen Missbrauchs wird dies in keiner Weise gerecht. Für die Institution Kirche, die christliche Werte in die Gesellschaft tragen möchte, sind die aktuellen Geschehnisse eine schwere Hypothek. Besonders auch für die vielen Tausend ehrenamtlich und hauptamtlich Aktiven in der Amtskirche und in kirchlichen Verbänden und Organisationen, die sich immer öfter für ihr Engagement rechtfertigen müssen. Sie sehen sich nun aufs Neue Gewissenskonflikten bis hin zum Motivationsverlust und sogar Anfeindungen ausgesetzt.

Auch für die katholische Soziallehre, deren heilsame Kraft in Arbeitswelt und Gesellschaft wir aus eigener Erfahrung kennen, bedeutet dies eine Schwächung der Akzeptanz und Glaubwürdigkeit. Nichtsdestotrotz werden wir uns als KAB weiterhin vehement für sie einsetzen – und damit vor allem für die schwächeren und benachteiligten Mitglieder unserer Gesellschaft. Der Missbrauchsskandal wirft ein grelles Schlaglicht auf innerkirchliche Missstände, Versagen und Verfehlungen bis hin zur Mittäterschaft. Dennoch ist das Bild der Kirche nicht vollständig, wenn man nur diese dunkle Seite betrachtet. Das positive Engagement vieler Tausender steht dem entgegen. Wir sind fest überzeugt, dass die reformorientierten Menschen den reformunwilligen nicht die Bühne überlassen dürfen, indem sie aus der Kirche austreten. Unsere Verantwortung auch als Verband ist es, die Kirche von innen heraus zu erneuern.

Das Erzbistum muss nun umgehend den Empfehlungen der Anwaltskanzlei zur Aufarbeitung und Prävention des Missbrauchs folgen, sich schonungslos mit dem Leid der Opfer konfrontieren und deren Perspektive einnehmen. Täter und Mitwisser dürfen nicht länger auf Kosten der Opfer geschützt werden und müssen immer strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.“

Pressekontakt
Christian Ziegltrum
KAB Diözesanverband München und Freising e.V.
Pettenkoferstr. 8
80336 München
Mobil: 0171-413 32 78
Mail: c.ziegltrum@kab-dvm.de
www.kabdvmuenchen.de